Eine kleine Chronik |
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Talberg, „Berg am oder über dem Tal“, ist ein Gemarkungsname der Gemeinde Neuleiningen. Um die Jahrhundertwende bis zu den 20er Jahren war der „Hang“ an der Südseite des Eckbachtales fast frei von hohem Bewuchs. Die Steilfläche, sonst landwirtschaftlich nicht nutzbar, diente als Weidefläche für die vielen Ziegen, die von den Bewohnern das Dorfes als „Kühe des kleinen Mannes“ gehalten wurden. So suchte sich in den 20er Jahren der Frühinvalide Johannes Mattheis aus Stauf bei Eisenberg einen Platz, der ihm in der schon damals beginnenden hektischen Zeit ein Leben in Abgeschiedenheit garantierte. Seine Wahl fiel auf die geschützte Bucht eines Sandsteinbruchs, - am „Talberg“. - Übrigens, der Name des Pfades, vom jetzigen Parkplatz ausgehend und talwärts zum Eckbachweiher führend, Steinhauerweg genannt, zeugt noch von der früheren Aktivität. |
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Johannes Mattheis, besonders wegen seiner räumlichen Distanz zum Dorf, der „Einsiedler“ genannt, baute mit dem erwähnten Rohmaterial eine Behausung für sich und seine Tiere, wie Hund, Ziegen und Bienen. Letztere boten die Grundlage seines Lebensunterhaltes. Das Kennen und Schätzen von Wild- kräutern und deren Anwendung zeugten von seiner Verbundenheit mit der Natur. Wasser für seine Tiere und den häuslichen Bedarf sammelte er in Behältern. Sein tägliches Trinkwasser besorgte er sich anfangs von einem Laufbrunnen (Sichelbrunnen) beim jetzigen Feuerwehrhaus. Als dieser Brunnen versiegte, war eine Familie im Dorf (Karl Schattner) der unmittelbare Bezugspunkt und somit auch Lieferant von Trinkwasser. Allmählich auf Hilfe angewiesen, nahm „der Einsiedler“ im Frühjahr 1947 eine Familie aus dem Dorf in sein Haus auf. Herr Mattheis verstarb im Spätjahr 1947. |
Als Erbe seines Hauses mit zugehörender Grundfläche setzte er die evang. Kirchengemeinde Grünstadt ein. Die im Haus wohnende Familie (Rudolf Pfahler) gründete unter schwierigen Bedingungen ein Malergeschäft. Noch ohne eigene Trinkwasserversorgung und bei Steinöl- oder Karbitlicht waren die Startbedingungen denkbar schwierig, zumal sämtliche Arbeitsgeräte über den in Selbsthilfe verbreiterten "Zick-Zack“-Pfad zum Altleiningerweg und wieder zurück geschafft werden mussten. 1949 konnte das nun schon bekannte Malergeschäft seinen Standort in das Dorf verlegen. Die nachfolgenden Bewohner, zugleich nun auch Besitzer des Areals (Fam. Karl Renner), modernisierten mit Hilfe ihres Schwiegersohnes (Billau) Haus und Umgebung. Anschluss an Wasserleitungs- und Stromnetz und die Schaffung einer Zufahrt boten die Voraussetzung, ein Lokal, das „Talberg-Cafe“, zu schaffen. Das abseits liegende Lokal mit Tanzmöglichkeit auf dem Steinboden war besonders bei jungen Leuten, aus verständlichen Gründen, ein Geheimtipp. Nach einigen Jahren (?) stellte das kleine Cafe den Betrieb ein, da ein Teil der Familie nach USA auswanderte. Die schöne Lage machte meine Frau und mich (Luise und Ludwig Konrad) aufmerksam auf das Objekt, das zum Kauf angeboten war. Im Jahre 1973 wurden wir „stolze“ Besitzer des Anwesens. Vorher nicht vermutete Schwierigkeiten waren zu bewältigen. |
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Am 16.01.86 stellten wir unser Lokal, bei Anwesendheit von zahlreichen Ehrengästen aus Dorf und Umgebung offiziell der Öffentlichkeit vor, wobei eine Einweihung durch den Pfarrer von Neuleiningen selbstverständlich war. Die Geschäftsführung liegt seit dem 1. 1. 1996 in den Händen unserer Tochter und Schwiegersohnes. (Marina und Werner Frommherz) Ende 2005 musste das Lokal krankheitsbedingt schließen! |